Am 11.4. trudelten Katrin, Harry, Lisa und Andi ein um sich mit mir für zwei Wochen ins Abenteur zu stürzen. Der Plan war (und wurde auch so ausgeführt), dass wir von Xalapa mit etlichen Zwischenstopps nach Cancún gondeln, wo sie den Heimflug gebucht hatten.
Nachdem am 12.4. noch eine Prüfung in meiner Fakultät angesagt war, mussten sie sich noch bis am Nachmittag gedulden, was sie für einem Museumsbesuch hier in Xalapa nutzten. Buskarten waren von mir schon vorher besorgt worden, weshalb wir uns gleich dirket zum CAXA, dem Busbahnhof in Xalapa, aufmachen konnten. Von dort gings erst einmal nach Catemaco…
Catemaco liegt an einem See und hatte eine traumhafte Landschaft zu bieten. Nicht umsonst heißt dieses Gebiet “die grüne Hölle Mexikos”. Dazu kam unsere geniale Unterkuft (dank meinem super Reiseführer – hier ein Dankeschön an Stephan Loose
: Komfortable Holzhütten mitten im Dschungel, direkt am See. Inkludiert in unserer Übernachtung waren Schlammpackungen, Kayak fahren, Dschungelführung (war sehr spannend, gell
– was wir natürlich alles ausnutzten. Außerdem konnten wir voll und ganz die Natur genießen: Wir bekamen diverse Vögel, Krokodile und Affen zu gesicht. Die ansäßigen Brüllaffen konnten wir jeden Tag frühmogens hören. Nach zwei Tagen war es leider schon vorbei, und es ging im Nachtbus nach Palenque.
Obwohl ich schon einmal dort war, wurde es nie fad- ganz im Gegenteil. Wieder schliefen wir in cabañas, diesmal schon viel komfortabler. Am ersten Tag machten wir uns auf zu den Wasserfällen. Im Agua azul konnten wir ein ausgedehntes Bad nehmen, was bei der Hitze und bei den bereits hinter uns liegenden Reisestrapazen dringend notwendig war… Leider gab es die versprochenen Maiskolben nicht, angeblich war keine Saison mehr (was ich mir bei den häufigen Maisernten (bis zu 5 im Jahr) jedoch nicht vorstellen kann…) Am zweiten Tag besuchten wir die Ruinen. Glücklicherweise trafen wir auf eine deutsche Reisegruppe mit Führer, die uns nach kurzem Verhandeln
mitnahmen. Das erparte uns das Übersetzten… Außerdem war der Führere sehr kompetent und lustig, was die 5 Stunden wie im Flug vergehen ließ. Ein Botaniker und Archäologe, was für eine tolle Mischung
Die nächste Nacht verbrachten wir wieder im Bus, diesmal gings nach Mérida, der Hauptstadt von Yucatan. Mit unserer Budget-Unterkunft hatten wir, wieder dank Reiseführer, auch Riesenglück. Freundliches Personal, super Innenhof mit Pool. Auch wenns ein paar Überraschungen mit Insekten diverser Arten geben sollte, gell Lisa.
Die Stadterkundung machten wir mit dem Bus, der uns einen tollen Eindruck von der kolonialen, stilvollen Stadt gab. Tags darauf gings früh (zu früh!!) los nach Celestún, wo man via Boot den großen Nationalpark erkunden kann. Wir konnten so Mangrovensümpfe, Flamigoscharen und Wasserquellen mit glasklarem Süßswasser sehen. Die verbleiben Stunden verbrachten wir am Strand- endlich war ich mal im Golf von Mexiko baden!!
Weiter gings in einer Tagestour von Mérida über Chichén Itzá nach Tulúm. Die Ruinen von Chichén Itzá waren beeindruckend, auch wenn der englischsprechende Führer Carlos ein bisschen was von einer Quasseltante hatte. Daneben bekamen wir etliche Leguane zu Gesicht.
In Tulúm hatten wir wieder Lust auf Cabañas, wobei sie diesmal leider etwas heruntergekommen und die Führung schleißig war. Ein tolles Restaurant am Strand und der Strand ansich machte das aber wieder wett!! Nach Ruinenbesichtigung (eher fad) entspannten wir den Nachmittag über so richtig am Strand… Die letzte Busfahrt brachte uns dann nach Cancún.
Das Cancún das Lieblingsreiseziel der Amis in Mexiko ist, ist augenscheinlich. Kaum jemand spricht einem hier (wenn man so aussieht wie ich
auf Spanisch an! Auch wenn man ausdrücklich sagte, dass man eh Spanisch kann, wollten sie ihr teils gebrochenes Englisch unter Beweis stellen. Naja, das macht halt der Tourismus. Hier verbrachten wir tolle Tage am Strand mit allem was dazugehört: Speedboat fahren, Schnorcheln am Riff, Einschleusen in den VIP-Bereich eines Hotels
und natürlich Jet-Ski fahren, damit auch Harry und Andi ihre Urlaubswünsche erfüllen konnten
Tja und dann wars schon Samstag und die (fast) zwei Wochen waren vorbei. Der Abschied war kurz und schmerzlos, schließlich komme ich ja schon bald nach.. Ende Juni..
Mir blieb noch ein Tag, den ich auf der Isla Mujeres, einer vorgelagerten Insel vor Cancún verbrachte. Das tolle dort war, dass ich (ohne es eigentlich zu wollen) auf eine Halbtagestour auf ein Boot mitfuhr, wo wir schnorchelten (wahnsinnig tolles Riff, mit allen Farben und Fischen, aber starke Meeresströmung…) danach in ein super Fisch-Restaurant fuhren und schließlich auf einem einigermaßen verlassenen Strand landeten. Die Insel ist übersät von Touristen, die meisten sind aber Mexikaner, was angenehmer war- endlich mal wieder Spanisch reden…
Wie gesagt ein perfekter Urlaub ging zu Ende und nun starte ich voller Energie in die letzten Uni-Wochen. Es verbleiben vier weitere, danach kommt schon die Prüfungszeit. Merke aber schon, dass in nächster Zeit viel Arbeit auf mich zukommen wird, weshalb ich froh bin, dass meine Akkus voll aufgeladen sind.
Freu mich auf eure Kommentare und sende euch viele liebe Grüße

































So, heute hinterlasse ich dir endlich auch einen Kommentar.
Ich habe ja mit dem Schreiben schon lange begonnen und wollte auch meine Eindrücke ein bisschen schildern bzw. teilweise ein bisschen eine Gegendarstellung zu deinem Eintrag schreiben, weil ich doch manche Sachen anders empfunden habe wie du. Nachdem ich aber mit meinen schriftlichen Eindrücken bereits 2 Word-Seiten gefüllt habe und noch nicht einmal mit der ersten Woche fertig bin, wird das wohl doch eher ein Reisebericht werden, der auf deinem Blog nichts verloren hat. Du kannst ihn aber natürlich gerne lesen – wenn er fertig ist werde ich ihn dir gerne mailen.
Ein paar Dinge in aller Kürze: Es war toll, dich endlich mal wieder live zu sehen und zu drücken – war ein lang ersehntes Wiedersehen. Und es war auch toll, deine ganze alltägliche Umgebung Mal kennenzulernen.
Dann das Land an sich ist natürlich der totale Wahnsinn. 2 Wochen waren viiiieeeellll zu kurz. Ich hätte mir schon gerne noch mehr “Stanhaufn” angeschaut und natürlich hätte ich gerne auch noch mehr Zeit genießen in der Karibik gehabt. Aber man kann ja bekanntlich net alles haben…
Die Eindrücke von Land und Leuten sind überwältigend und hinterlassen (hoffentlich) bleibende Spuren. Ich bin schon gespannt, was du für einen Kultur-Schock haben musst, wenn du dann im Sommer zurückkommst…
((
Das mit den Fotos über den Server runterladen funktioniert übrigens super – bitte jede Menge mehr davon… Fotos von daheim von den Fenstern und der Fassade darf ich dir lt. Befehl von Mama noch nicht schicken, erst wenn alles fertig ist. Aber wird wohl nicht mehr allzu lange dauern.
Hoffe, wir hören uns bald wieder. Meld dich wieder Mal vorher per SMS, wennst mit Mum skypst.
Besitos, hasta pronto!
Katrin
Danke!!! So toll… Hast du schön geschrieben.
Wär aber trotzdem toll, wenn du ab und zu dein Kommentar zB zu den Fotos abgiebst… Natürlich nur wennst magst. Würd mich interessieren, wast du denkst.
Ja, fürcht mich auch schon ein bisschen vorm Kulturschock und davor, dass mich dann der Alltag auch wieder allzuschnell einholen wird.
Un abrazo y hasta luego